Norwegian National Opera & Ballett
Standort: Oslo, Norwegen

Architektur: Snøhetta, Oslo
Elektroplanung: Bravida Norge AS, Oslo

Ein Eisberg diente dem Architekturbüro Snøhetta als Inspiration für die Oper in Oslo. Direkt am Hafen gelegen, scheint sie sich unmittelbar aus dem kalten, klaren Wasser des Oslofjordes zu erheben. Die fein nuancierte Materialität unterstreicht die Ästhetik und Exzentrik des Kulturbaus.
Eine Besonderheit des Gebäudes ist das begehbare Dach mit einer Fläche von fast 40.000 Quadratmetern. Der Ort der Hochkultur wird so zum öffentlichen Raum, den Passanten nutzen - ein höchst demokratischer Ansatz.
Sanft steigt eine riesige, mehrfach durchbrochene Rampe aus Carrara-Marmor empor zu einem Gebäudekonstrukt, das trotz seiner gigantischen Präsenz zart und schwebend wirkt. Dazu trägt unter anderem die besondere Materialität bei: Den Bühnenturm ließen die Architekten komplett mit Aluminium verkleiden. Das sanft schimmernde, strukturierte Material reflektiert das Tageslicht und gibt dem Gebäude Leichtigkeit.
Mehr wäre hier weniger: Die freistehenden Kommunikations-Stelen aus gebürstetem Edelstahl lassen die zarte Gebäudehülle unversehrt. Ihre reduzierte Formensprache bewahrt die besondere Identität der Fassade.
Kommunikations-Stele aus der der Designlinie Siedle Steel, mit Videokamera, Türlautsprecher, digitalem Codeschloss, Ruftaste und zweiter Ruftaste für Rollstuhlfahrer in adäquater Einbauhöhe.
Grundlegende Idee des Entwurfs war eine frei zugängliche Dachlandschaft als neuer öffentlicher Stadtraum. Damit setzte Snøhetta sich im Wettbewerb gegen mehr als 200 weitere Teilnehmer durch.

Snøhetta kooperierte für die Umsetzung mit unterschiedlichen Künstlern. Die Oberflächen des Gebäudekomplexes gestalteten Kristian Blystad, Kalle Grude und Jorunn Sannes als Spiel aus glatten, rauen und strukturierten Flächen. Der Däne Olafur Eliasson entwarf Leuchtboxen für das ebenfalls öffentlich zugängliche Foyer.
Der massive Edelstahl der Gebäudekommunikation setzt der Architektur die notwendige Präsenz entgegen, ohne sie in ihrer Vielfalt zu dominieren.

Kommunikationsanlage aus der Designlinie Siedle Steel mit LED-Spot, Türlautsprecher, Ruftaste und einer zweiten Ruftaste in rollstuhlgerechter Höhe.
Alle Anlagen der Designlinie Siedle Steel plant Siedle als Einzelstücke und konfiguriert sie individuell. Damit lassen sie sich der spezifischen baulichen Situation und den jeweiligen Anforderungen an die Funktionalität individuell anpassen.

Bei der Oper in Oslo waren dies vor allem die barrierefreie Ausgestaltung der Gebäudekommunikation sowie die Integration der Zutrittskontrolle eines anderen Anbieters.
Barrierefreier Zutritt: Die Taste für Rollstuhlfahrer ermöglicht durch ihre Platzierung eine Bedienung auch aus sitzender Position. Der Tastendruck aktiviert die Türmatik, die den Zugang zum Gebäude dann automatisch freigibt.
Barrierefreiheit
© 2017 S. Siedle & Söhne OHG
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